Frühe Hilfen

Heilpädagogische Frühförderung

Heilpädagogische Frühförderung (nach §54 Abs. 1 SGB XII in Verbindung mit §55 Abs. 2 Ziffer 2 SGB IX) richtet sich an Säuglinge, Klein- und Vorschulkinder, die in ihrer Entwicklung gefährdet sind.

 

Das können Kinder sein

  • mit Entwicklungsauffälligkeiten in der Bewegung, Sprache oder im Spiel
  • deren psychosoziale Entwicklung gefährdet ist
  • mit chronischen Krankheiten oder Syndromen wie z.B. Down-Syndrom
  • die einen erschwerten Start ins Leben hatten wie z.B. Frühgeborene
  • mit Wahrnehmungsstörungen
  • mit Regulationsstörungen / Anpassungsstörungen wie z.B. Schlaf- oder Essstörungen
  • deren Entwicklung behindert ist oder die von Behinderung bedroht sind.

 

Diese Kinder haben einen gesetzlichen Anspruch auf Frühförderung bis zur Einschulung oder bis sie einen Integrations- oder Sonderkindergartenplatz bekommen. Für die Eltern entstehen keine Kosten, da Heilpädagogische Frühförderung als Maßnahme der Eingliederungshilfe vom Sozialhilfeträger übernommen wird. Durch die heilpädagogische Frühförderung möchten wir die ganzheitliche Entwicklung des Kindes unterstützen, damit es seinen Möglichkeiten entsprechend selbstständig werden und an seiner Umgebung teilhaben kann.

 

Wir verstehen unsere Arbeit familienorientiert und am sozialen Umfeld ausgerichtet. Die Eltern unterstützen wir bei der Bewältigung ihrer speziellen Situation. Für das Kind wird ein individuelles Förderkonzept entwickelt und entsprechend mit verschiedenen pädagogischen und therapeutischen Methoden gearbeitet.

 

Unsere Arbeitsweisen

  • Hausfrühförderung in der gewohnten Umgebung des Kindes
  • Einzelförderung in unseren Räumen
  • Förderung im Kindergarten
  • Kleingruppen für Vorschulkinder
  • Kleingruppen zur Vorbereitung auf den Kindergarten
  • Begleitung und Elternberatung

 

Üblicherweise findet eine Frühförderstunde einmal wöchentlich statt.

Respekt, Achtsamkeit und Ermutigung sind unsere Leitlinien im Umgang mit Kindern und Eltern.


 

Anmeldung:

  • Eltern können sich im Büro telefonisch melden, sie bekommen daraufhin einen Aufnahmetermin.
  • In der Regel kommen zwei Mitarbeiterinnen nach Absprache zu einem Hausbesuch. Eine Kollegin spricht mit den Eltern über die Beweggründe zur Anmeldung und erfragt Informationen zur Entwicklung des Kindes. Währenddessen beschäftigt sich die andere Kollegin mit dem Kind und führt dabei eine Entwicklungsüberprüfung durch.
  • Die HARFE-Mitarbeiterinnen begleiten die Antragsstellung beim zuständigen Kostenträger.
  • Der Kinderarzt wird um eine Stellungnahme gebeten.
  • Als letzten Schritt bis zur Kostenübernahme lädt eine Ärztin des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes des Gesundheitsamtes zur Untersuchung ein.

 

Den HARFE-Flyer zu diesem Thema können

Sie hier als PDF-Dokument herunterladen

 

DOWNLOAD

Heilpädagogische Frühförderung